Warum Veganer auch beim Wein aufpassen müssen

Vegane Ernährung liegt voll im Trend

Veganes Hack, Hafermilch in allen möglichen Varianten und Wiener Würstchen aus Soja – die Supermärkte sind voll mit Alternativen zu herkömmlichem Fleisch. Es geht um das Wohl der Tiere, den Umweltschutz und das Klima. Vermutlich ist euch auch bereits das neue Sortiment im Laden um die Ecke aufgefallen oder ihr habt selbst schon mal nach fleischlosen Frikadellen gegriffen. 

Tatsächlich ernähren sich “nur” 3,2 % der Deutschen vegan. Das sind rund 2,6 Millionen Menschen (Quelle: Veganz.de) – Tendenz steigend. Deutlich mehr Bundesbürger achten auf eine fleischarme Ernährung. Hierzulande sind das in etwa 30 % der Gesamtbevölkerung. 

Dabei macht dieser Trend auch vor der Weinwelt nicht Halt. 

Vegane Label
Vegane Label

Veganer Wein: Ein Marketing-Gag? 

Logischerweise enthält Wein weder Fleisch noch Milch. Demnach müsste Wein doch immer vegan sein, oder? Nicht unbedingt. Denn bei der Herstellung werden unter Umständen tierische Proteine verwendet. Deshalb muss jeder, der es mit der veganen Ernährung ganz genau nimmt, auch beim Wein auf eine vegane Markierung achten.

Stichwort: Klärungsbedarf 

Eiweiß zum Klären

Die meisten Weine erstrahlen lupenrein im Glas – von Natur aus ist Wein allerdings trüb. Man kennt es vom Apfelsaft, der im Supermarkt meist geklärt, aber auch in der naturtrüben Variante erhältlich ist. Um den trüben Wein zu klären, werden die im Wein schwebenden Trübstoffe zum Teil mit tierischen Proteine aus Eiklar, Fischblasen, Magermilch oder Gelatine gebunden. 

Bei besonders feinen Rotweinen wird in dem Fall aufgeschlagenes Eiweiß in den Most gegeben, man wartet bis alle unerwünschten Partikel gebunden sind und am Ende filtert man sie vom Wein ab. Bei Weißwein wird eher auf Gelatine zurückgegriffen.

Veganer Wein ist nicht gleich naturtrüber Wein

Wer veganen Wein kauft, muss nicht unbedingt auf trübe Rebensäfte stoßen: anstelle von tierischen Proteinen, werden hier organische Proteine aus Pflanzen genutzt. Die Trubstoffe im Wein werden mit Aktivkohle oder Erbsenproteinen gebunden, aber auch Mineralerde und Weizenproteine kommen zum Einsatz. 

Fun Fact: Viele Weine sind tatsächlich vegan, obwohl sie nicht speziell gekennzeichnet sind!  

Ob ein Wein trüb ist oder nicht, hat übrigens überhaupt keinen Einfluss auf die Qualität oder die üblichen sensorischen Eigenschaften, sondern dient nur der optischen Schönung für den Verbraucher.

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