Verdauungsschnaps -Der perfekte Absacker macht das Dinner komplett

Für den Genießer ist kein Mahl vollständig ohne Aperitif, Wein und Digestif. Letzteres ist auch als „Verdauerli“, Absacker oder Verdauungsschnaps bekannt. Doch wie sinnvoll ist es, den Magen nach dem Essen mit noch mehr Alkohol zu belasten? Ist die Bestellung eines Verdauungsschnaps eine faule Ausrede, um mehr zu trinken, oder entfalten die 4 cl doch eine positive Wirkung?

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Was macht ein Digestif aus?

Zuerst ist zu klären, was ein Digestif ist. Im Gegensatz zum Aperitif, der in der Regel leicht und frisch ist, sind Digestive schwer und alkoholisch. Viele Verdauungsschnäpse enthalten Kräuter, Bitterstoffe und Gewürze, denen eine wohltuende Wirkung nachgesagt wird. Sie riechen und schmecken wie Medizin und erwecken damit die Hoffnung auf Wohlbefinden und eine Linderung der Beschwerden, die ein voller Magen mit sich bringt.

Sehr bekannte Vertreter der Verdauungsschnäpse sind Anis- und Kümmelschnäpse. Der Ouzo hat sich auch in Deutschland zum Standard-Digestiv der griechischen Küche entwickelt. Auch im Norden Deutschlands sind diese Art von Schnäpsen bekannt, da sie sich mit der fischlastigen Küche geschmacklich sehr gut ergänzen.

Kräuterliköre sind ausgesprochen aromatisch. Die auch oft als Magenbitter bezeichneten Getränke zeichnen sich durch einen hohen Alkohol- und Zuckergehalt aus. Sie finden sich weltweit in verschiedenen Eigenarten. Zu Ihnen zählt beispielsweise der Ramazotti, der Underberg oder der Jägermeister.

Liköre sind hochprozentige Getränke, die einen Zuckergehalt von über 100 Gramm pro Liter aufweisen. In diese Kategorie fallen weitere spannende Tropfen, die in vielen Restaurants der Welt als Digestif ausgeschenkt werden. Vor allem aus Frankreich stammen bekannte Vertreter wie Chartreuse oder Cointreau. Aber auch der Limoncello oder der deutsche Eierlikör zählen hierzu. 

Zuletzt gibt es noch trockene Digestive. Hierzu zählt man Weinbrände, Obstbrände und weitere klare Spirituosen. Die regional sehr unterschiedlichen Schnäpse reichen von Cognac, Mirabellenbrände bis hin zum Wodka. Oft ergänzen sie sich sehr gut mit der lokalen Küche und werden aus Produkten hergestellt, die für die Region typisch sind. 

Hilft ein Schnaps nach dem Essen wirklich, die Verdauung anzuregen?

Nun muss aber geklärt werden, inwieweit solche Getränke wirklich den Magen beruhigen. Studien zufolge werden den ätherischen Ölen und Bitterstoffen, die auch in einigen der aufgezählten Digestiven vorzufinden sind, eine wohltuende Wirkung nachgewiesen. Problematisch ist aber der Alkohol, der die Magenmuskulatur eher hemmt als fördert. Er verhindert, dass der Magen ordnungsgemäß arbeitet und sorgt tatsächlich für mehr Probleme, als dass er wirklich hilft.

Wenn man den Arzt fragt, wird er eher zu einem Kräutertee oder einem Spaziergang an der frischen Luft raten, um die Verdauung anzuregen und den Magen zu beruhigen. Ich trinke dennoch gerne mal einen Verdauungsschnaps, erwartet aber nicht, dass er mich heilt. Schmecken muss er, denn das ist das, was wirklich zählt.

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