Die Mosel – Wiege und Olymp des deutschen Weinbaus

Hach, die Mosel. Genussfreunde kennen sie ganz genau, die sogenannte “Moselromantik”. Denn beim kleinsten Gedanken an den westlichsten Zipfel der Republik kommt man einfach ins Schwärmen. 

Die älteste Weinregion Deutschlands verzaubert mit ihren einzigartigem Terroir und den Schätzen, die sie verbirgt: Die Mosel, die sich in ihren Mäandern von Koblenz runter nach Trier durch die Weinberge schlängelt. Die schwindelerregenden Steillagen, die sich der Sonne zugewandt in den Himmel strecken. Und natürlich die weltberühmten Mosel-Rieslinge, die Weinliebhaber über unsere Grenzen hinaus in Begeisterung versetzen.

Entdecken Sie unsere Mosel-Weine!

Das Weinbaugebiet Mosel ist vor allem Eines – spektakulär. Vom Dreiländereck – wo Deutschland, Frankreich und Luxemburg aufeinandertreffen – bis zu den Steinterrassen an der Rheinmündung, sind die schwindelerregenden Steillagen mit Reben bestockt. Genau das macht den Zauber der malerischen Moselschleifen aus.

Eine wahre Augenweide, die aber den Mosel-Winzern viel Schweiß abverlangt. Denn Mechanisierung ist hier ein Fremdwort und schwerste Handarbeit vor allem bei der Lese gehört zum Alltag. Willkommen im Weinbaugebiet der Extreme!

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Moselträumchen – Steile Lagen, fruchtbare Böden und warmes Klima bringen gesundes Wachstum hervor
Fruchtbare Böden und Sonne satt im westlichsten Zipfel Deutschlands

Die Mühe lohnt sich aber, denn insbesondere die Rieslinge von der Mosel sind der Traum vieler Weinkenner und -genießer weltweit. Grund dafür ist der Mix aus einem einzigartigen Mikroklima und der besonderen Beschaffenheit der Böden. Der Fluss reflektiert nämlich die Sonne direkt auf die steilen Hänge entlang seiner pittoresken Mäander und sorgt so für viel Wärme. Damit können die Trauben gut ausreifen. Zudem bringen Muschelkalk, Schiefer und Keuper viel Finesse, Eleganz und Kraft in die Weine. Diese besonderen Gegebenheiten waren die Voraussetzung dafür, dass bereits die Römer dort Reben züchteten und die Mosel so zum ältesten Weinbaugebiet Deutschlands machten.

Rebe, Lage, Mensch – die Faszination Mosel

Die Weinbauregion Mosel ist vor allem fest in der Hand des Rieslings. Der König der deutschen Weine gedeiht nämlich auf rund 60 Prozent der dortigen Steillagen. Die fast konkurrenzlos besten Tropfen stammen dabei von der Mittelmosel. Namen wie Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Piesporter Goldtröpfchen oder Bernkasteler Doktor – übrigens eine der teuersten Mosel-Lagen überhaupt – lassen die Knie von Weinkennern und -freunden Jahrgang für Jahrgang weich werden. Einer der bekanntesten Winzer dort ist der Riesling-Doyen Markus Molitor. Er kultiviert seine Spitzengewächse auf allen Top-Lagen der Mosel und schafft so außergewöhnlich Terroir-betonte und elegante Kreszenzen. Diese erreichen regelmäßig die Top-Bewertung von 100 Punkten bei Robert Parkers Wine Advocate

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Der Star an der Mosel – Riesling, eine hocharomatische Rebsorte und hier an der Mosel mit ausbalanciertem Süß-Säure-Spiel

Auf einigen Lagen tummeln sich gleich mehrere erstklassige Weinmacher. So hat die Großlage Wehlener Sonnenuhr mit die höchste Spitzenwinzer-Dichte hierzulande zu verbuchen. Wie gut es dem Riesling an der Mosel geht, erkennt man auch bei einem kleinen Rückblick in die deutsche Weingeschichte. Immerhin waren die Tropfen von der Mosel lange besser, begehrter und teurer als diejenigen aus Bordeaux. 

More than Riesling – Rebenvielfalt in den Weinbergen

Doch nicht nur die Lieblingsrebsorte der Deutschen gelingt an den steilen Hängen zwischen Hunsrück und Eifel ausgezeichnet. So macht der Müller-Thurgau vor allem an der Untermosel rund 20 Prozent des Gesamtertrags aus. Lange bildete gerade er die Grundlage der einfachen Schoppenweine, die die Moselwinzer zu den größten Weinproduzenten der Bundesrepublik machten. Eine regionale Spezialität ist außerdem der Elbling, der zwar seit der Antike bekannt ist, aber nie ein solches Renommee wie der Riesling erreichen konnte.

Sehnsuchtsort Mosel – die traumhafte Moselschleife

An der Mosel erlebt man genussvoll, was Boden und Lage für einen Einfluss auf den Wein haben können. Von edelsüß bis knochentrocken bietet diese faszinierende Region eine vielfältige Anzahl an weinbaulichen Erzeugnissen, die bei jedem Mosel-Fan das Herz höher schlagen lassen. 

Unsere Empfehlung passend zum Artikel: 

Carl Loewen Maximin Klosterlay Riesling Erste Lage trocken 2018

Ins Glas kommt der Riesling mit einer kräftig gelben Farbe und verwöhnt die Nase mit Aromen von rotbackigen Pfirsichen, knackig-frischen Äpfeln und gelbfruchtigen Aprikosen, begleitet von mineralischen Tönen. Über den Gaumen kommt der Mosel-Wein mit erfrischender Fruchtsäure, einem mittleren Körper und Leichtigkeit. Der Abgang ist von Mineralität und Länge geprägt.

Bruno by Karthäuserhof Riesling trocken 2019

Ein Ausnahme-Riesling von den Steilhängen der Mosel. Das feine Bukett von gelben und knackigen Äpfeln, wohlriechenden Quitten und saftigen Zitronen sorgt für ein aufregendes Dufterlebnis. Am Gaumen präsentiert sich der Riesling mit perfekt ausbalancierter Fruchtsäure und beschert dem Genießer straffe und lebendige Frische. Im Mund dominieren zitrische Aromen, wobei der Weiße von der Mosel noch lange nachklingt.

Markus Molitor Riesling Alte Reben Mosel trocken 2018

Handgelesene und sorgfältig selektionierte Trauben von über 60 Jahre alten Rebstöcken! Das Bukett verströmt einen unvergleichlichen Duft von Feuerstein, weißen Pfefferkörnern, Gewürznelken und Kardamom. Dazu saftiges Kernobst und Zitrus. Ein beeindruckendes Süße-Fruchtsäure-Spiel trifft den Gaumen. Mineralische Salznoten flankieren die saftige Frucht. Der sehr langanhaltende Abgang gestaltet sich knackig, würzig und fruchtintensiv.

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