Der Visionär hinter Poggio Le Volpi

Felice Mergè – so heißt er, der Visionär hinter Poggio Le Volpi. Wir hatten die Ehre ein mit ihm über die Geschichte und Zukunft des Weinguts zu sprechen. 

“Wenn ich zurückschaue, sehe ich hart arbeitende Hände, die Geschichten meines Großvaters und die Geheimnisse meines Vaters. Heute sehe ich ein erfolgreiches, dynamisches und modernes Familienunternehmen, dem es möglich ist mit viel Respekt für die Tradition, in die Zukunft zu blicken.”

Felice Mergè

Poggio Le Volpi wurde 1996 von Felice Mergè gegründet, aber die Geschichte des Weinguts begann bereits 1920. Was geschah vor der Gründung?

Vor der Gründung von Poggio Le Volpi kümmerte sich Manlio, mein Großvater um das Geschäft. Er handelte damals mit Wein und Öl aus eigenem Anbau. Als Manlio in den Ruhestand ging, übernahm mein Vater Armando den Handel. Armando legte den Fokus seiner Aktivitäten auf die Weinherstellung aus Trauben von den eigenen Weinbergen und kaufte zusätzlich Traubengut von Weinbauern aus der nächsten Umgebung. Im Jahr 1996 gründete ich schließlich das Weingut Poggio Le Volpi, wie wir es heute kennen. 

Felice Mergè

Poggio Le Volpi wurde seitdem mehrfach ausgezeichnet. Was macht das Weingut so erfolgreich?

Ich denke, die größte Stärke von Poggio Le Volpi besteht darin, Weine mit einem Stil herzustellen, der allgemeinverständlich ist und alle Weintrinker und Genussmenschen gleichermaßen erreicht – von Hobby-Weintrinker bis hin zum Wein-Experten.

Wie würden Sie die Philosophie von Poggio Le Volpi beschreiben?

Die Philosophie von Poggio Le Volpi ist es, schlicht großartige Weine zu schaffen. Unser großartiges Sortiment besticht nicht nur mit Qualität, sondern auch mit guten Preisen. Wie Sie wissen, sind selbst unsere Spitzenweine zu einem erschwinglichen Preis erhältlich.  

Wo genau befinden sich Ihre Weinberge?

Unsere Weinberge im Latium bei Rom befinden sich zwischen dem Monte Porcio Catone, der Gemeinde Frascati und dem Städtchen Velletri in sehr unterschiedlichen Lagen. Dank dieser Vielfalt können wir den Einfluss der unterschiedlichen Böden und der jeweiligen Höhenlagen für die optimale Abstimmung unserer Cuvées nutzen. Jede Traube reagiert nämlich anders auf die jeweiligen Bedingungen, unter denen sie gedeiht und reift. Mit anderen Worten: wir holen das Beste aus unserer Weinbauregion heraus.

Die Weinberge

Wie gehen Sie mit möglichen Risiken um – beispielsweise der Witterung –, die einen Jahrgang beeinträchtigen können? 

Um derartige Risiken, die in der Weinwelt nun mal zum Alltag gehören, möglichst zu streuen, investieren wir viel Aufmerksamkeit in die Pflege unserer Weinberge. Außerdem setzen wir, wie bereits erwähnt, auf eine große Vielfalt von Böden und Lagen. Auf diese Weise können wir mögliche Risiken verteilen, sollte während eines Jahrgangs mal etwas schiefgehen. Wenn es beispielsweise in einem Weinberg hagelt, können die Trauben anderer Weingärten noch unbeschadet bleiben. Der Fokus liegt aber immer darauf, eine hohe Qualität der Trauben und somit der Weine zu garantieren. Hierfür bietet unsere Region glücklicherweise die besten Voraussetzungen. Denn sie liegt nah am Meer, aber nicht so nah, dass Feuchtigkeit ein Problem werden könnte. Außerdem profitieren die Weintrauben von der hügeligen, aber nicht zu hoch gelegenen Landschaft im Latium, die nächtliche Kühle spendet.

Was macht die Region Latium außerdem zu einer so dankbaren Region für den Weinbau?

Die Region Latium ist stark vom sogenannten Vulcano Laziale beeinflusst, einem vor Millionen von Jahren erloschenen Vulkan, der mit seinen Ausmaßen von mehr als 60 Kilometern einer der größten seiner Zeit gewesen ist. Der Boden bietet aufgrund des vulkanischen Einflusses sehr vielfältige Zusammensetzungen. Auf den Hügeln der aus dem Vulcano Laziale hervorgegangenen Albaner Bergen findet man neben Tuffstein auch rote und schwarze Erde. In Richtung der Ebenen stößt man auf Sand sowie grauen und blauen Tonstein. Diese geologischen Einflüsse nehmen in unseren Weinen einen wichtigen Platz ein und verleihen ihnen große Mineralität, Saftigkeit und Frische. Das vulkanische Thermalwasser der Region kann sogar für zarte Grafit- und Schwefel-Noten sorgen, die so typisch sind für Weine vulkanischen Ursprungs.

Wie würden Sie die Eigenschaften ihrer Weine beschreiben?

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Weine von Poggio Le Volpi bieten dank ihrer Herkunft von vielfältigen Böden eine große aromatische Komplexität. Für lebendige Frische und einen unwiderstehlichen Trinkfluss sorgt hingegen der Einfluss der kühlen Nächte. Nicht zuletzt ist es aber die Arbeit unserer Kellermeister, die für eine enorme Vielseitigkeit unserer Weine sorgt.

Für welchen Weinstil steht Poggio le Volpi?

Unsere wichtigsten Rebsorten sind einheimischer Herkunft: Malvasia del Lazio, Cesanese, Nero Buono und die mittelitalienische Montepulciano-Traube. Außerdem vertrauen wir auf die französische Syrah-Rebe, die ursprünglich von der Rhône stammt. Diese Vielfalt unseres Rebsortenspiegels kommt im Roma DOC der Varianten Biano, Rosato und Rosso voll zur Geltung. Um das ganze Spektrum dieser Rebsorten und ihrer jeweiligen Herkunft möglichst genussvoll in Szene zu setzen, kreierten wir außerdem die Weine Baccarossa, Donnlauce und unseren Frascatis People und Epos in den Qualitäten Superiore sowie Superiore Riserva.

Haben Sie einen persönlichen Favoriten aus dem Portfolio von Poggio Le Volpi?

Mein persönlicher Favorit ist der Frascati Superiore Riserva Epos – für mich ein beeindruckendes und vor allem schmackhaftes Beispiel dafür, was man aus dem ehemals als Tischwein verschrienen Frascati alles herausholen kann.

Felice’s Lieblingswein

Poggio Le Volpi Epos Frascati Superiore Riserva DOCG 2018

Der Poggio Le Volpi Epos Frascati Superiore Riserva erfüllt das Glas in sanftem Strohgelb mit lindgrünen Reflexen. Sein intensives, komplexes Bukett zeigt sich würzig und mineralisch, mit viel tropischer Frucht. Hinzu kommen weißer Pfirsich, Zitronenschale, Orangenblüte, süße Mandel, geröstete Haselnuss und Basilikum.

Am Gaumen gibt sich die Riserva vollmundig und zugleich wunderbar weich, rund und frisch. Sie glänzt mit komplexer Struktur, feiner Fruchtsäure, intensiver Aromatik und einer geschmeidigen, buttrigen Note. Zu den vielfältigen Facetten aus der Nase gesellen sich gelber Apfel, Kamille und Vanille. Das Finale ist intensiv, belebend und herrlich nachhaltig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You May Also Like